Kosten

Die Behandlungskosten richten sich nach der aktuellen Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) bzw. nach dem Gebührenverzeichnis zum Psychotherapeutenverfahren der gesetzlichen Unfallversicherungsträger (DGUV).

Private Krankenversicherungen

Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Psychotherapie. In seltenen Fällen sind psychotherapeutische Leistungen ausgeschlossen. Die Anzahl der Sitzungen, die pro Jahr übernommen werden, kann je nach Art ihres Versicherungstarifs variieren. Rufen Sie am besten bei Ihrer Versicherung an und fragen nach den genauen Modalitäten für die Aufnahme einer Psychotherapie

Beihilfe

Auch die Beihilfe erstattet üblicher Weise die Kosten für eine Psychotherapie, sofern in den ersten fünf Sitzungen, also vor Beginn der eigentlichen Behandlung, eine Genehmigung von der Beihilfestelle eingeholt wird. Informationen sowie erforderliche Formulare für die Genehmigung finden Sie auf den Seiten Ihrer Beihilfestelle.

Selbstzahler

Dies ist eine Möglichkeit, fernab jeder Bürokratie, die Kosten einer Psychotherapie selbst zu übernehmen. Auch bei Selbstzahlern werden die von mir erbrachten Leistungen nach der aktuellen Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) berechnet.

Gesetzlich Versicherte (Kostenerstattungsverfahren)

Ich behandle gesetzlich Versicherte im Kostenerstattungsverfahren sowie Selbstzahler und privat Versicherte (Rechtsquelle: §13 Abs. 3 SGB V). Wenn Sie bereits bei mehreren kassenzugelassenen Psychotherapeuten auf Grund langer Wartezeiten vergeblich versucht haben, einen Therapieplatz zu bekommen, es aber zum jetzigen Zeitpunkt wichtig für Sie ist, eine Psychotherapie zu beginnen, besteht die Möglichkeit, Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu stellen. Die Krankenkasse zahlt nur, wenn sie vor Therapiebeginn einen formlosen Antrag stellen und die Kasse schriftlich zugestimmt hat. Die therapeutischen Sitzungen werden Ihnen beim Kostenerstattungsverfahren wie einem privat Versicherten in Rechnung gestellt und Sie reichen diese Rechnung bei Ihrer gesetzlichen Kasse ein.

 

Schritt 1: Kontakt mit Krankenkasse

Fragen Sie Ihren Sachbearbeiter der gesetzlichen Krankenkasse, wie Sie einen Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie stellen können und ob Ihre Krankenkasse eine „Notwendigkeitsbescheinigung“ benötigt und wer sie ausstellen soll. Die Krankenkassen verhalten sich gegenüber dem Kostenerstattungsverfahren aus Ersparnisgründen häufig ablehnend und werden Ihnen möglicherweise Therapeutenlisten geben oder Therapieplatz-Vermittlungsstellen nennen. Sie haben jedoch einen Rechtsanspruch auf Kostenerstattung (§13 Abs. 3 SGB V), wenn Sie die Voraussetzungen nachweisen können.

 

Schritt 2: Psychotherapie-Ablehnungen sammeln

Rufen Sie mehrere Psychotherapeuten an, die Ihnen von Ihrer Krankenversicherung genannt werden und lassen sich von ihnen bestätigen, dass sie auf Grund mangelnder Kapazitäten in nächster Zeit (innerhalb von 6 Wochen) keine Psychotherapie beginnen können. Dokumentieren Sie die Telefonate (Datum, Uhrzeit und Ergebnis der Telefonate mit den Vertragspsychotherapeuten/innen) oder lassen Sie sich eine schriftliche Bestätigung zusenden. Laut Gerichtsurteil (Rechtsquelle: BSG Az. 6 RKa 15/97) beträgt die zumutbare maximale Wartezeit 6 Wochen bei Kindern und Jugendlichen und 3 Monate bei Erwachsenen. Es ist nach diesem Urteil Sache der Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen, einen Vertragsbehandler zur Verfügung zu stellen, nicht Aufgabe des Patienten, sich einen Platz zu suchen. Bei 8-10 erfolglosen Versuchen einen Psychotherapieplatz innerhalb dieser angemessenen Frist und in angemessener Entfernung zu erhalten, haben Sie Anspruch auf Kostenerstattung einer außervertraglichen Psychotherapie.

 

Schritt 3: Notwendigkeitsbescheinigung

Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt/Psychiater eine „Notwendigkeitsbescheinigung“ geben.

 

Schritt 4: Psychotherapieantrag stellen

Wenn alle Unterlagen beisammen sind, stellen Sie einen formlosen schriftlichen „Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie“, in dem Sie auf Ihre Belege verweisen, dass zur Zeit in Ihrer Nähe kein Psychotherapiebeginn möglich ist, dass aber in meiner Praxis die Behandlung sofort beginnen kann. Beantragen Sie in dem Schreiben an die Krankenkasse die „Bewilligung außervertraglicher probatorischer Sitzungen und einer Psychotherapie“. Die Krankenkasse wird Ihnen oder mir – nach den probatorischen Sitzungen – mitteilen, dass ich Ihren Antrag auf Bewilligung einer Psychotherapie begründen soll. Ich werde dann die geplante Psychotherapie in einem „Bericht an den Gutachter“ (anonym für die Krankenkasse) begründen, von Ihrem Hausarzt oder Psychiater einen Konsiliarbericht (Bericht über evtl. körperliche Begleitbehandlung) anfordern und beide Berichte an Ihre Kasse schicken.

 

Die Behandlung beginnt, wenn Ihre Krankenkasse die Übernahme der Kosten zusichert.

Es entstehen keine Kosten für Sie.

Der Weg

„Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt!“

Laotse